Vereinsentwicklung
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Qualitätsmanagement

Qualität im organisierten Sport

Der Duden bezeichnet den Begriff Qualität in seinem Ursprung als „Beschaffenheit, Güte, Wert“ eines Objektes. Wissenschaftlich wird Qualität als „Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Ergebnisse zu erfüllen“ vom Deutschen Institut für Normung definiert. Und der Verbraucher nutzt im täglichen Sprachgebrauch Qualität als eine Bewertung oder Rangfolge. So wird im Allgemeinen von niedriger (schlechter) oder hoher (guter) Qualität gesprochen.
Begrifflich gibt es jedoch eine große Gemeinsamkeit: Erst dadurch, dass das Merkmal eines Produktes bzw. einer Dienstleistung nützlich oder praktisch ist, entsteht für den Kunden die Wertigkeit. Der Nutzen des Produkts, hier die sportliche Dienstleistung, ist für den Verbraucher der entscheidende Maßstab. 
Im Allgemeinen sind das im Sportverein:

  • die bestimmte Sportart
  • die fachgerechte Anleitung
  • die geeignete Sportstätte

Da diese Kriterien in fast allen Sportvereinen schon als selbstverständlich angenommen werden, muss der Qualitätsbegriff  weiter gefasst werden:

  • große Auswahl an Vereinsangeboten
  • freundliche Behandlung bei Vereinskontakten (Geschäftsstelle, Übungs-und Trainingsstunde etc.)
  • neue Anregungen und Ideen
  • fachliche und sachkundige Beratung
  • angenehme Atmosphäre
  • angemessene Preise
  • etc.

Warum ist Qualität für den Verein und Verband so wichtig?

Entsprechend möchte ein Verein und Verband ein Produkt anbieten, das einen möglichst hohen Nutzen garantiert, damit er seine Mitglieder an sich binden und neue gewinnen kann. Nicht die Fachleute, Trainer oder Übungsleiter entscheiden wie die Qualität des Angebots ist, sondern die Mitglieder. Das Praxisangebot im organisierten Sport muss sich also an den Bedürfnissen des Nutzers orientieren.
Sportvereinsqualität erweist sich z.B. durch:

  • kompetente Auskünfte
  • klare Angebote
  • rasche Serviceleistungen
  • schnelle Bearbeitung von Beschwerden
  • Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
  • Einhaltung von Terminen

Entscheidend für die Auseinandersetzung mit der Qualität im eigenen Verein oder Verband ist der wachsende Konkurrenzdruck auf den organisierten Sport. Nicht nur die kommerziellen Sportanbieter und der individuell gestaltete Sport stehen in Konkurrenz zu den Sportvereinen. Ebenso wächst das Feld der nicht sportorientierten Freizeitangebote, die zumindest indirekt dem organisierten Sport Kunden streitig machen. Aufgrund dieses Drucks müssen sich Vereine und Verbände Gedanken bezüglich der Qualität ihrer Leistungen machen, um auch zukünftig die Oberstimme im großen Kanon des Freizeitangebots nicht zu verlieren.
Wie wird Qualität gemessen und durch welche Maßnahmen gesichert?

Um nun festzustellen, ob der Verein oder Verband diese Qualität leistet, müssen entsprechende (Qualitäts-)Kriterien überprüft werden. Das leistet ein einheitliches System zur Qualitätssicherung und -verbesserung. Ein solches Qualitätsmanagementsystem (QMS) lässt in verschiedenen Arbeitsbereichen (z.B. Geschäftsführung, Abteilungen, Vorstandsmitglieder, Übungsleiter und Trainer) Qualitätsvergleiche zu. Es können damit Aussagen über die Leistungsfähigkeit des Vereins als Gesamtorganisation gemacht werden.

Hier finden Sie Broschüren, Infopapiere und andere Informationen.

Wie funktioiert die Sportförderung in Deutschland?

Eine kleine Link-Übersicht für Sportinteressierte