Vereinsentwicklung
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Planungstechniken

Planungsmethode: Kreativitätstechniken

Die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt entscheidet häufig über den Erfolg. Was sind überhaupt Ideen? Genau betrachtet sind es neue Kombinationen und/oder Variationen von schon vorhandenen Gedanken. Wer den Fokus seiner Gedanken auf Ungewohntes richtet, findet meist schnell neue Gedanken, neue Ideen.

Ideen zu finden ist ein Prozess. Erfahrungen zeigen, dass dieser Prozess in typischen Phasen verläuft, welche im Verein systematisiert werden können. Wie schon Edison feststellte, ist es von der Idee bis zum fertigen Produkt ein langer, oftmals anstrengender Weg.

Kreatives Problemlösen und Handeln setzt zunächst ein (Arbeits-) Umfeld voraus, das kreatives "Wollen-Können-Dürfen" fördert. Darüber hinaus kann Kreativität methodisch unterstützt werden durch den Einsatz von Kreativitätstechniken, welche folgenden Wirkungsweisen zugrunde liegen:

Synergieeffekte durch Teamarbeit:

Ein Team, gerade ein verschiedenartig besetztes, bringt mehr Wissen und Lösungsansätze in Bezug auf ein Problem ein, als das einer einzelnen Person gelingen könnte. Ein weiterer Motivationsfaktor ist das gute Team selber, es verleitet eher zum Weiterdenken als bei der Einzelarbeit.

Vermeidung von Blockaden durch Verhaltensregeln:

Hier geht es darum, die "Killerphrasen" und demotivierenden Umgangsweisen zu vermeiden, damit zierliche Gedanken-Pflänzchen nicht schon im Keim zertreten werden. Dazu gehören auch die "Spielregeln" beim Brainstorming.

Für jede Anwendung von Kreativitätstechniken gelten die folgenden zehn Kernregeln:

  1. Schätze jeden einzelnen Teilnehmer wie dich selbst.
  2. Bringe dich vorbehaltlos ein, biete der Gruppe dein ganzes Wissen an.
  3. Zeige dich nicht als Vorsitzender oder Experte.
  4. Vermeide jegliche Wertung der ausgesprochenen Ideen (trenne die schöpferische Phase konsequent von der Phase der Bewertung). 
  5. Suche das Positive in den Ideen der anderen, greife es auf und versuche, es weiterzudenken. 
  6. Lasse deinen Ideen freien Lauf; äußere auch ungewöhnliche Gedanken.
  7. Befreie dich vom Zwang, nur gute, sofort brauchbare Ideen finden zu müssen. Lasse dich von Spontaneität tragen - aber fasse dich knapp mit deinen Beiträgen.
  8. Visualisiere deine Gedanken, wann immer dies nötig erscheint.
  9. Drücke dich so einfach und verständlich wie möglich aus; vermeide Fachbegriffe.
  10. Signalisiere Lockerheit und bewahre den Sinn für Humor.

Lösung der Gedanken von eingefahrenen Bindungen:

Erfahrungen und gewohnte Sichtweisen erschweren oder verhindern, ein Problem einmal "ganz anders" anzugehen - was vielleicht zu seiner Lösung führen würde. Insbesondere durch Verfremdungstechniken wird eine Distanz zum gegebenen Problem erzeugt, was zu neuen Sichtweisen und Lösungsansätzen führen kann (Methode: Imaginäres Brainstorming).

Die Brainstorming- und Brainwriting-Methoden gehören zu den Methoden, die relativ einfach zu lernen und zu praktizieren sind. Sie können auch im Bereich der Landschafts- und Freiraumplanung vielseitig eingesetzt werden, insbesondere bei Partizipationsprozessen. Die anderen Methoden erfordern eine intensivere Lern- und Übungsphase.

Eine Auswahl an unterschiedlichen Methoden, mit deren Hilfe erfahrungsgemäß innovative Ergebnisse zu erzielen sind, finden sich im separaten Artikel " Kreativitätstechniken ".

Quellen:
Reimund Franke, Michael P Zerres,  Planungstechniken. Instrumente für zukunftsorientierte Unternehmensplanung, Frankfurter Allgemeine Buch
Michael Knieß, Kreativitätstechniken, Methoden und Übungen, Beck Juristischer Verlag 2006
Karsten Noack, Kreativitätstechniken, Schöpferisches Potential entwickeln und nutzen, Cornelsen Verlag 2005

Hier finden Sie Broschüren, Infopapiere und andere Informationen.

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